Lebensmittelpreise Kenia

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Lebensmittelpreise Kenia

Beitragvon solo1971 » 10.02.2011, 03:14

zu finden unter:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten ... -Tragoedie

Dürre und hohe Preise: Afrika droht Hunger-Tragödie

Montag, 7. Februar 2011, 2:56 Uhr
Die weltweiten Lebensmittelpreise haben nach UNO-Angaben Ende Dezember ihren bisher höchsten Stand erreicht. Besonders treffen die Preissteigerungen die Menschen in Entwicklungsländern, denen nun Hunger droht. Und es könnten weitere Versorgungsengpässe für Millionen entstehen.

Era Vunyazi braucht die neuesten Zahlen der Weltagraroganisation FAO über den Rekordanstieg der Lebensmittelpreise nicht. Die Haushaltshilfe in der kenianischen Hauptstadt Nairobi merkt selbst, dass schon die Versorgung mit dem Notwendigsten immer schwieriger wird.

Preissteigerungen um 80 Prozent binnen Wochen
«Im Dezember habe ich 5000 Shilling allein für Lebensmittel ausgegeben», klagt sie. Bei einem Monatseinkommen von 8000 Shilling ist das mehr, als sie sich leisten kann - und viele Menschen in dem ostafrikanischen Land verdienen gerade einmal 5000 Shilling im Monat.

«Die Preise für Zucker oder Mehl sind teilweise um 80 Prozent gestiegen», berichtet auch Julius Savakaji aus Nairobi ratlos. Gerade für Slumbewohner wie ihn sind die steigenden Lebenshaltungskosten dramatisch. «Zwei Kilo Maismehl haben vor ein paar Monaten noch 50 Shilling gekostet, jetzt sind es 85», rechnet er vor. «Für zwei Kilo Zucker zahlte ich 120 Shilling, nun sind es 200.»
....
Die Summen für Mehl, Zucker, Brot oder Reis mögen, verglichen mit den Preisen in Europa, lächerlich gering erscheinen. Doch schon zuvor haben die meisten der afrikanischen Kleinverdiener mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Lebensmittel ausgegeben.

Tausende Kinder verlassen die Schulen.
Nach den Weihnachtsferien sind tausende Kinder aus Viehzüchterfamilien im Nordosten Kenias nicht in die Schulen zurückgekehrt. Sie mussten ihren Eltern und deren Herden nach Äthiopien folgen, wo die Halbnomaden auf Weideflächen hoffen. Die Preise, die sie für ihre abgemagerten Ziegen, Schafe und Rinder auf dem Markt erzielen können, sinken dramatisch.

Erste Hungertote in Kenia und Uganda
Auf den Feldern der Bauern verdorrt der Mais, in Kenia und den meisten ostafrikanischen Staaten das wichtigste Nahrungsmittel.
«In diesem Jahr wird es nichts zu ernten geben»....

Aus dem Norden Kenias und Ugandas gab es in den vergangenen Tagen Berichte über erste Hungertote.
Das kenianische Rote Kreuz geht allein in Kenia von 1,8 Millionen Hilfsbedürftigen aus
solo1971
 

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